Internationale Auszeichnung für Kufsteins klimaresistente Waldverjüngung im Natur- und Wasserschutzgebiet Kaisertal

AUSZEICHNUNG: Das klimaresistente Waldverjüngungs-Projekt wurde auch international ausgezeichnet. Im Bild v.l.n.r.: Vorstandsdirektor Klaus Felderer, Stadtwerke-GF Daniel Gruber, Bürgermeister Martin Krumschnabel und Stadtamtsdirektorin

Vor einiger Zeit machte die Sparkasse Kufstein der Festungsstadt und dem städtischen Forstbetrieb das Angebot, die klimaresistente Schutzwaldverjüngung im Kaisertal finanziell für die nächsten acht Jahre für insgesamt 10.000 Bäume zu unterstützen. Damit sollte die knapp 20.000 Menschen zählende Stadt auch in Zukunft ihre Bevölkerung und Wirtschaftsbetriebe mit kristallklarem Gebirgswasser aus dem Natur- und Wasserschutzgebiet Kaisertal versorgen können.

Diese Initiative wurde im Jänner 2025 vom Österreichischen Sparkassenverband mit dem Nachhaltigkeits-Award CIVITAS prämiert. Ein Preis, der jährlich für herausragende Gemeinwohlprojekte vergeben wird. Nachdem der Österr. Sparkassenverband dieses Kufsteiner Sparkassen-Engagement international eingereicht hatte, war die Freude groß, als diese Initiative beim Nachhaltigkeitspreis des Weltinstituts der Sparkassen und Retailbanken (WSBI) in Washington D.C. am 15. Oktober 2025 unter knapp 100 Einreichungen aus allen fünf Kontinenten als eines der in sechs Kategorien ermittelten Siegerprojekte hervorging.

Die Sparkasse Kufstein widmete diese besondere Auszeichnung anlässlich des neuerlichen Aufforst-Termins am 11. November 2025 allen Projektbeteiligten, somit auch der Stadt Kufstein, dem städtischen Forstbetrieb sowie den Stadtwerken Kufstein, die bereits im ersten Jahr das Projekt in gleicher Weise untestützten, damit letztendlich doppelt so viele Bäume zur Aufforstung zur Verfügung stehen.

So wurde aufgeforstet:

Es wird die sichere Trinkwasserversorgung der Stadt unterstützt und der Schutzwald durch eine Bestandsverjüngung mit 75 % Laubbäumen (Bergahorn, Bergulme, Esche, Stieleiche) zukunftsfit gemacht.

Dadurch wird eine hohe CO2-Bindung ermöglicht und ein positiver Einfluss auf die Filterwirkung des Waldbodens zur Verbesserung der Quellwasserqualität erreicht. Bergulme und Esche sind in der Region gefährdete Baumarten, deren Aufforstung trägt zum Erhalt der Baumdiversität bei. Die derzeit im Waldbild unterrepräsentierte, aber resistente Weißtanne wird mit einem Anteil von ca. 18 % in der Aufforstung berücksichtigt.

Im Jahr 2024 wurden beispielsweise Flächen aufgeforstet, die 2023 durch Borkenkäferbefall geräumt werden mussten. Als Weidewaldfläche bieten die Bäume künftig dem Vieh Schutz vor Extremwetter-Ereignissen. Die Bepflanzung berücksichtigt Biodiversität und Widerstandskraft gegen Trockenstress. Deshalb wurden Tannen unter Vogelbeer-Schirmen in Kombination mit Walnuss, Wildapfel, Wildbirne und Stieleiche gesetzt. Für die Waldrandgestaltung wurden Schlehdorn-Sträucher beigemischt. Dieser Mix sichert zusätzlich Nahrung und Lebensraum für viele Tiere, besonders für Bienen sowie zahlreiche weitere Insekten- und Vogelarten.

Einer von sechs weltweiten SDG-AWARDS des Sparkassen-Weltverbandes ging am 15. Oktober 2025 an die Sparkasse Kufstein.